Bluterguss – Ursachen, Symptome, behandeln & Hausmittel

Der medizinische Fachbegriff für einen Bluterguss ist “Hämatom”. Blutergüsse können auf vielfältige Weise entstehen. Meist heilen Blutergüsse nach einer kurzen Zeit wieder ab.

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Bluterguss Ursachen

Die Ursachen eines Blutergusses sind vielfältig. Blaue Flecken auf der Haut werden sichtbar beim Stoßen an einer Kante oder bei einem Sturz oder Schlagverletzung. Auch eine Quetschung oder Prellung kann die Ursache für einen Bluterguss sein. Auch ein operativer Eingriff kann der Grund für einen Bluterguss sein. Das kann zum Beispiel der Einsatz eines Herzschrittmachers sein oder auch das Legen eines Zugangs mit einer Nadel in die Haut im Krankenhaus für die Behandlung von Medikamenten. Es gibt verschiedene Arten von Blutergüssen:

  • Subkutanes Hämatom: Der Bluterguss ist direkt unter der Haut
  • Intramuskuläres Hämatom: Der Bluterguss ist innerhalb eines Muskelgewebes
  • Periosteales Hämatom: Der Bluterguss ist in der Knochenhaut
  • Subunguales Hämatom: Ein blauer Fleck ist unter einem Zehen- oder Fingernagel.

Auch können Hämatome in verschiedenen Körperbereichen auftreten, wie in den Gelenken oder im Gehirn.

Bluterguss Symptome

Die Symptome eines Blutergusses zeigen sich anhand von lokalen Schmerzen und Schwellung.
Ein Bluterguss, der dicht unter der Haut ist, verfärbt sich zunächst rot und nimmt im Verlauf die Farbe Blau an. Der Bluterguss kommt zustande, weil das im Gewebe eingetretene Blut abgebaut wird. Ein Bluterguss behält meist nicht seine blaue Farbe. Im Laufe des Abbauprozesses wechselt der Bluterguss seine Farbe. Wenn das Blut im Gewebe gerinnt, dann ist die Farbe dunkelrot bzw. das typische blau. Im Verlauf wechselt das Hämatom die Farben. Braun, schwarz bis hin zu gelb. In den meisten Fällen ist ein Bluterguss harmlos. Kommt es beim Bluterguss zu einer Verhärtung oder einer Blutgerinnungsstörung, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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Bluterguss nach der Geburt

Ein Bluterguss kann auch bei einer Geburt entstehen, besonders im Vaginalbereich kann es zu einer geburtsverletzung kommen. Die Blutergüsse entstehen durch den hohen Druck und das Pressen. Durch die starke Dehnung wird das Gewebe in großem Maße beansprucht. Auch können Blutergüsse auftreten, wenn Geburtsverletzungen genäht werden müssen. Dann sind Blutergüsse an der Hautnaht sichtbar.
Die Blutergüsse können leichte bis mittelstarke Schmerzen beim Sitzen oder Gehen auslösen.

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Bluterguss behandeln

Liegt ein Bluterguss im Vaginalbereich vor, so kann durch das Kühlen des Dammes der Schmerz etwas gelindert werden. Mit einem Coldpack oder mit einem Tuch in den Eiswürfel eingewickelt sind, sind gute erste Hilfe Maßnahmen. Auch kalte Kompressen aus Quark mit Lavendelessenz helfen gut. In der Regel verschwinden hier die Blutergüsse nach Tagen von selbst. Im Allgemeinen ist das Kühlen eine gute erste Maßnahme, um dem Bluterguss zur heilung zu verhelfen.

Bluterguss Hausmittel

Mit folgenden Hausmittel kann man Blutergüsse gut behandeln:

  • Kühlen mit Eis
  • Arnika-Salbe
  • Zwiebel
  • Petersilie
  • Apfelessig
  • Aloe Vera
  • Quark
  • Knoblauchzehe

Kühlen mit Eis Das Kühlen mit Eis ist eine gute erste Hilfe Maßnahme, bei einem Hämatom. Oft handelt es sich bei Blutergüssen und eine Stoßverletzung oder einer Prellung. Das Kühlen mit Eis, hilft die Schwellung zu reduzieren und hilft dabei, den Schmerz zu lindern.

Arnika-Salbe Mit einer Arnika-Salbe kann man Blutergüsse gut behandeln. Anhand der abschwellenden Wirkung von Arnika kann dieses Hausmittel gut helfen. Die Arnika ist ein bekanntes Hausmittel und wird schon im Mittelalter eingesetzt. Mit der Arnika werden mitunter Blutergüsse und kleine Verletzungen sowie Entzündungen in den Gelenken behandelt. Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung kommt Arnika auch bei Venenentzündungen zum Einsatz.

Zwiebel Mit Zwiebeln, die eine spezielle Form der Aminosäure beinhalten, wie die Alliinase. Durch die Zwiebel wird der Lymphfluss stimuliert. Damit wird vermieden, dass sich weiter Blut ansammelt und ein dicker Bluterguss entsteht. Daher sollte man gleich nach dem Entstehen des Blutergusses eine Zwiebelhälfte auf die betroffene Stelle legen.

Petersilie Auch Petersilie kann helfen. Eine Handvoll Petersilie zerreiben, bis ein Brei entsteht und diesen auf den blauen Fleck legen. Petersilie lindert aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung Schmerzen. Die Petersilie kann auch dabei helfen, Entzündungen zu lindern. Um einen Bluterguss zu lindern, wird die zerriebene Petersilie auf die betroffene Stelle gelegt und danach eine elastische Binde auf die Wunde gelegt.

Apfelessig Auch Apfelessig auf einem Baumwolltuch lässt sich gut in den Fleck einmassieren. Apfelessig regt die Durchblutung auf der Hautoberfläche an. Das gesammelte Blut im Bluterguss wird dadurch abgeleitet. Auf diese Weise löst sich der Bluterguss nach und nach auf.

Aloe-Vera Aloe Vera ist auch gut, um die betroffene Stelle damit einzureiben. Aloe Vera ist ein beliebtes Hausmittel. Die Heilpflanze hilft bei Entzündungen sowie bei Verbrennungen. Aloe Vera hat eine abschwellende Wirkung und ist ideal, um einen Bluterguss zu behandeln.

Quark Auch kann man mit kaltem Quark in einem Geschirrtuch den blauen Fleck behandeln. Das Tuch so lange auf den blauen Fleck lassen, bis das Tuch warm wird. Dadurch klingen der Schmerz und die Schwellung ab.

Knoblauchzehe Auch Knoblauch ist ein Wundermittel bei einem Bluterguss. Dazu eine zerdrückte Knoblauchzehe direkt auf den blauen Fleck legen, das hilft das sich die Haut schneller regeneriert. Die weiße Knolle wirkt antioxidativ. Knoblauch ist oft im Haushalt vorhanden und eignet sich daher um eine gute und schnelle Hilfe bei einem Bluterguss.

Häufige Fragen zum Thema Bluterguss

Was ist ein Bluterguss?

Ein Bluterguss, auch Hämatom genannt, ist eine Ansammlung von Blutgewebe unter der Haut oder im Gewebe, die durch eine Verletzung oder Trauma verursacht wird. Es tritt auf, wenn Blutgefäße beschädigt werden und Blut in das umliegende Gewebe austritt.

Wie entsteht ein Bluterguss?

Ein Bluterguss entsteht, wenn kleine Blutgefäße, Kapillaren genannt, beschädigt werden. Dies kann durch Stöße, Schläge, Prellungen, Verletzungen oder chirurgische Eingriffe verursacht werden.

Was sind die Symptome eines Blutergusses?

Die Symptome eines Blutergusses können Schwellung, Schmerzen, Blutungen unter der Haut, Verfärbungen (meist blau, lila oder schwarz) und Empfindlichkeit im betroffenen Bereich umfassen.

Wie lange dauert es, bis ein Bluterguss heilt?

Die Heilungsdauer eines Blutergusses kann je nach Größe und Schwere variieren. Leichte Blutergüsse können innerhalb von einigen Tagen bis zu einer Woche heilen, während größere oder tiefergehende Blutergüsse mehrere Wochen dauern können, um vollständig abzuklingen.

Wie behandelt man einen Bluterguss?

Die Behandlung eines Blutergusses umfasst normalerweise Ruhe, Kühlung des betroffenen Bereichs mit Eispackungen, Kompression (mit einem Verband oder elastischen Bandage) und Hochlagern des verletzten Bereichs. Schmerzmittel können auch zur Linderung von Schmerzen eingenommen werden. In einigen Fällen kann ein Arzt oder eine Ärztin spezielle Maßnahmen ergreifen, wie das Entfernen von Blutansammlungen oder das Verabreichen von Medikamenten, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen, wenn ich einen Bluterguss habe?

In den meisten Fällen sind Blutergüsse harmlos und erfordern keine sofortige ärztliche Behandlung. Sie sollten jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn der Bluterguss von starken Schmerzen begleitet wird, sich die Verfärbung oder Schwellung stark verschlimmert, der Bluterguss nach einer Verletzung im Kopf- oder Bauchbereich auftritt, oder wenn Sie andere bedenkliche Symptome haben.

Kann man Blutergüssen vorbeugen?

Man kann das Risiko von Blutergüssen verringern, indem man vorsichtig ist, wenn man aktiv ist oder Sport treibt, Schutzausrüstung trägt, um Verletzungen zu verhindern, und eine gesunde Ernährung einhält, um die allgemeine Gesundheit und die Stärke der Blutgefäße zu unterstützen.


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