Endometritis postpartum

Endometritis postpartum – Ursachen & Behandlung

Die postpartale Endometritis ist eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, die einige Tage nach der Geburt auftritt. Zu den Symptomen zählen Fieber, Unterleibsschmerzen und übelriechender Ausfluss. Die Infektion wird häufig mild, kann aber auch schwerwiegend sein und erfordert eine Behandlung mit Antibiotika. Mögliche Ursachen sind verschiedene Bakterienarten und eine Infektion mit Chlamydien. Zu den Risikofaktoren gehören eine lange Geburt, ein vorzeitiger Blasensprung, vaginale bakterielle Infektionen und bestimmte medizinische Verfahren wie ein Kaiserschnitt. Die postpartale Endometritis tritt bei etwa 1,6 % aller Geburten auf und ist häufiger nach Kaiserschnitten. Zur Diagnose werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, darunter Fiebermessung, Abtasten des Unterleibs und Blutuntersuchungen. Zur Behandlung wird in der Regel eine intravenöse Gabe von Antibiotika empfohlen. Die Erkrankung ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, kann aber Komplikationen wie Septikämie, Beckenabszess und Bauchfellentzündung führen.

Schlüsselerkenntnisse:

  • Die postpartale Endometritis ist eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut nach der Geburt.
  • Symptome sind unter anderem Fieber, Unterleibsschmerzen und übelriechender Ausfluss.
  • Die Infektion wird durch verschiedene Bakterienarten und eine Infektion mit Chlamydien verursacht.
  • Risikofaktoren sind eine lange Geburt, vorzeitiger Blasensprung und vaginale bakterielle Infektionen.
  • Die Diagnose erfolgt durch verschiedene Untersuchungen wie Fiebermessung und Abtasten des Unterleibs.

Symptome von postpartaler Endometritis

Die postpartale Endometritis ist eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, die einige Tage nach der Geburt auftritt. Es gibt bestimmte Symptome, auf die Sie achten sollten, um eine mögliche postpartale Endometritis zu erkennen.

  • Fieber: Eine erhöhte Körpertemperatur ist eines der häufigsten Symptome. Wenn Sie nach der Geburt anhaltendes Fieber haben, kann dies auf eine postpartale Endometritis hindeuten.
  • Unterleibsschmerzen: Schmerzen oder Schmerzempfindlichkeit im Unterleib können ebenfalls ein Anzeichen für eine postpartale Endometritis sein. Die Schmerzen können unterschiedlich stark sein und sich im Bereich des Unterbauchs befinden.
  • Übelriechender Ausfluss: Ein weiteres Symptom ist übelriechender Ausfluss aus der Scheide. Dieser Ausfluss kann eine unangenehme Geruchsbildung aufweisen, die sich von normalem Wochenfluss unterscheidet.

Bei Infektionen durch Chlamydien treten die Symptome typischerweise erst ab dem 7. Tag nach der Geburt auf. In schweren Fällen kann sich die postpartale Endometritis zu einer Blutvergiftung entwickeln.

„Die postpartale Endometritis kann verschiedene Symptome verursachen, darunter Fieber, Unterleibsschmerzen und übelriechender Ausfluss.“

Um eine genaue Diagnose zu stellen, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehören:

  1. Fiebermessung: Eine Temperaturmessung wird durchgeführt, um festzustellen, ob eine erhöhte Körpertemperatur vorliegt.
  2. Abtasten des Unterleibs: Durch das Abtasten des Unterleibs kann der Arzt bestimmte Empfindlichkeiten oder Schmerzpunkte feststellen, die auf eine Entzündung hinweisen können.
  3. Bakteriologische Untersuchung des Ausflusses: Um den Auslöser der Entzündung zu identifizieren, kann eine bakteriologische Untersuchung des Ausflusses durchgeführt werden.

Eine genaue Diagnosestellung ist wichtig, um eine angemessene Behandlung einzuleiten. Die rechtzeitige Erkennung und Behandlung der postpartalen Endometritis kann zu einer schnellen Erholung führen.

Die postpartale Endometritis kann verschiedene Symptome verursachen, darunter Fieber, Unterleibsschmerzen und übelriechender Ausfluss. Eine genaue Diagnose basierend auf verschiedenen Untersuchungen ist wichtig, um die Entzündung zu bestätigen und eine angemessene Behandlung einzuleiten.

Ursachen und Risikofaktoren für postpartale Endometritis

Die postpartale Endometritis kann durch verschiedene Bakterienarten wie Streptokokken, Staphylokokken oder E.-coli-Bakterien verursacht werden. Auch eine Infektion mit Chlamydien kann die Ursache sein.

Die Infektion tritt auf, wenn Bakterien aus dem Gebärmutterhals und der Scheide in die Gebärmutter aufsteigen, insbesondere nach einem vorzeitigen Blasensprung oder einem Kaiserschnitt.

Zu den Risikofaktoren gehören:

  • eine lange Geburt
  • ein vorzeitiger Blasensprung
  • vaginale bakterielle Infektionen
  • wiederholte vaginale Untersuchungen
  • Chorioamnionitis
  • Besiedlung mit B-Streptokokken
  • Entbindung mithilfe von Saugglocke oder Geburtszange
  • mekoniumhaltiges Fruchtwasser
  • Übergewicht oder Diabetes mellitus bei der Mutter

Nach Kaiserschnitten tritt die postpartale Endometritis häufiger auf als nach vaginalen Geburten.

Bakterienarten Hauptursachen
Streptokokken Aufsteigen in die Gebärmutter
Staphylokokken Aufsteigen in die Gebärmutter
E.-coli-Bakterien Aufsteigen in die Gebärmutter
Chlamydien Infektion mit Chlamydien

Diagnose und Untersuchungen bei postpartaler Endometritis

Um eine postpartale Endometritis zu diagnostizieren, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um eine genaue Einschätzung der Infektion vornehmen zu können.

Die Diagnose beginnt in der Regel mit einer Fiebermessung, um festzustellen, ob eine erhöhte Körpertemperatur vorliegt. Ein erhöhtes Fieber kann ein Hinweis auf eine Infektion sein.

Darüber hinaus wird der Unterleib vorsichtig abgetastet, um mögliche Schmerzen oder Empfindlichkeiten festzustellen. Dieses Abtasten ermöglicht es dem Arzt, auf mögliche Entzündungen oder Verhärtungen im Bereich der Gebärmutter zu achten.

Des Weiteren wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, um Infektionsmarker im Blut nachzuweisen. Bestimmte Entzündungswerte und erhöhte weiße Blutkörperchen können auf eine Infektion hinweisen.

Um einen Harnwegsinfekt auszuschließen, wird eine Urinuntersuchung durchgeführt. Eine bakteriologische Untersuchung des Ausflusses gibt weitere Aufschlüsse über das Vorhandensein von bakteriellen Infektionen im Bereich der Gebärmutter.

Bei Verdacht auf schwerwiegende Komplikationen wie Sepsis oder andere Erkrankungen können weitere Untersuchungen erforderlich sein. In solchen Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung oder eine Laparoskopie empfehlenswert sein, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Bei Fiebersymptomen nach der Geburt wird in der Regel eine Überweisung in eine gynäkologische Praxis empfohlen, um eine umfassende Diagnose und Behandlung zu gewährleisten.

Diagnosemethoden bei postpartaler Endometritis Vorteile
Fiebermessung Einfache und schnelle Methode zur Überprüfung auf erhöhte Körpertemperatur
Abtasten des Unterleibs Ermöglicht das Erkennen von Schmerzen und Empfindlichkeit im Bereich der Gebärmutter
Blutuntersuchung Gibt Aufschluss über Entzündungswerte und erhöhte weiße Blutkörperchen
Urinuntersuchung Schließt Harnwegsinfektionen als mögliche Ursache aus
Bakteriologische Untersuchung Liefert Informationen über das Vorhandensein von bakteriellen Infektionen

Mit diesen Diagnosemethoden ist es möglich, eine postpartale Endometritis genau zu erkennen und eine passende Behandlung einzuleiten, um eine schnelle Erholung der betroffenen Patientinnen zu fördern.

Behandlung und Vorbeugung von postpartaler Endometritis

Die Behandlung einer postpartalen Endometritis besteht in der Regel aus der Gabe von Antibiotika. Diese werden intravenös verabreicht. Eine vorbeugende Gabe von Antibiotika wird insbesondere bei Kaiserschnitten empfohlen, ebenso bei vaginalen Entbindungen bei nachgewiesener Besiedlung der Vagina mit B-Streptokokken und anderen Risikofaktoren.

„Eine rechtzeitige antibiotische Therapie ist entscheidend, um die Infektion zu bekämpfen und eine schnelle Erholung zu fördern.“

Die Prognose einer postpartalen Endometritis ist in der Regel gut und sie ist selten lebensbedrohlich. Allerdings können in seltenen Fällen Komplikationen wie Blutvergiftung, akute Thrombose im Beckenbereich, Beckenabszess, Bauchfellentzündung und bakterielle Entzündung der Haut und des darunterliegenden Gewebes auftreten. Daher ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung wichtig.

Um das Risiko einer postpartalen Endometritis zu verringern, sollten Frauen ihren Arzt umfassend über ihre medizinische Vorgeschichte informieren und alle empfohlenen hygienischen Maßnahmen einhalten. Die vorbeugende Gabe von Antibiotika kann insbesondere bei Risikofaktoren wie Kaiserschnitten oder Besiedlung der Vagina mit B-Streptokokken eine wichtige Rolle bei der Prävention spielen.

Es ist entscheidend, dass Frauen jederzeit ihre Ärzte konsultieren und mögliche Symptome oder Bedenken bezüglich postpartaler Endometritis ansprechen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können das Risiko von Komplikationen verringern und eine schnelle Genesung fördern.


Fazit

Die postpartale Endometritis ist eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, die einige Tage nach der Geburt auftreten kann. Sie äußert sich durch Symptome wie Fieber, Unterleibsschmerzen und übelriechenden Ausfluss. Die Infektion wird häufig mit Antibiotika behandelt und verläuft in der Regel mild, kann aber auch schwerwiegende Komplikationen verursachen.

Die Diagnose erfolgt durch verschiedene Untersuchungen wie Fiebermessung und Abtasten des Unterleibs. Eine vorbeugende Gabe von Antibiotika wird empfohlen, insbesondere bei Kaiserschnitten. Die Prognose ist in der Regel gut, es können jedoch Komplikationen auftreten. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind wichtig, um eine schnelle Erholung zu fördern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die postpartale Endometritis eine ernstzunehmende Komplikation nach der Geburt sein kann. Es ist wichtig, dass Frauen die Symptome kennen und bei Verdacht schnell ärztliche Hilfe suchen. Eine rechtzeitige Behandlung mit Antibiotika kann die Genesung unterstützen und schwerwiegende Komplikationen verhindern. Eine umfassende Aufklärung und Vorbeugung sind entscheidend, um die postpartale Endometritis zu reduzieren und die Gesundheit von Müttern nach der Geburt zu schützen.

FAQ

Was ist postpartale Endometritis?

Postpartale Endometritis ist eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, die einige Tage nach der Geburt auftritt.

Was sind die Symptome von postpartaler Endometritis?

Zu den Symptomen gehören Fieber, Unterleibsschmerzen und übelriechender Ausfluss.

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es für postpartale Endometritis?

Die Ursachen können verschiedene Bakterienarten und eine Infektion mit Chlamydien sein. Zu den Risikofaktoren gehören eine lange Geburt, ein vorzeitiger Blasensprung, vaginale bakterielle Infektionen und bestimmte medizinische Verfahren wie ein Kaiserschnitt.

Wie wird postpartale Endometritis diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch verschiedene Untersuchungen wie Fiebermessung, Abtasten des Unterleibs, Blutuntersuchungen und bakteriologische Untersuchungen des Ausflusses.

Wie wird postpartale Endometritis behandelt und kann sie vorgebeugt werden?

Die Behandlung besteht in der Regel aus der Gabe von Antibiotika, die intravenös verabreicht werden. Eine vorbeugende Gabe von Antibiotika wird besonders bei Kaiserschnitten empfohlen.

Was ist das Fazit zur postpartalen Endometritis?

Postpartale Endometritis ist in der Regel mild und gut behandelbar, kann aber im schlimmsten Fall zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist wichtig für eine schnelle Erholung.

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