Uterusruptur – Vorzeichen, Symptome, Behandlung & Spätfolgen

Eine Uterusruptur äußert sich in einem spontanen Aufreißen des Uterus (Gebärmutter). Das kann zum Ausstoßen des Fötus in die Bauchhöhle führen.

Vorzeichen einer Uterusruptur

Die Uterusruptur gehört zu den gefährlichsten Geburtsverletzungen sowie Komplikationen während der Geburt. Die Vorzeichen einer Uterusruptur äußern sich durch einen plötzlich auftretenden, scharfen Schmerz im Bauchraum. Die betroffenen Frauen haben das Gefühl, dass sie innerlich zerreißen . Zudem kann es zu einer auftretenden Druckempfindlichkeit sowie dem plötzlichen Aussetzen der Wehen kommen. Der Blutverlust, der damit einhergeht, äußert sich bei der Mutter in einer Art Schock (blasser Haut, kalter Schweiß, Herzrasen, Blutdruckabfall). Die Bewegungen des Babys sind nicht mehr zu spüren, die Herztöne verlangsamt oder nicht mehr messbar. Die Uterursruptur kündigt sich bereits im Vorfeld durch eine hyperaktive Wehentätigkeit, der auch „Wehensturm“ bezeichnet wird, an. Auch können Druckschmerzen im unteren Teil der Gebärmutter eingesetzt werden. Das äußert sich im Aufsteigen des sogenannten “Bandl-Rings”- einem Muskelring, der durch Kontraktionen im oberen Bereich des Uterus entsteht und über den Bauchnabel hinausgeht. Auch Unruhe- und Angstzustände der Schwangeren können auf eine Uterusruptur hinweisen.

Uterusruptur Symptome

Die häufigsten Ursachen für einen Uterus Riss entstehen durch einen früheren chirurgischen Eingriff am Uterus. Es sind also Narbenrupturen. Dazu gehören Kaiserschnittnarben, Narben, die nach einer Ausschälung eines Myoms oder Narben einer früheren manuellen Plazentalösung entstanden sind. Auch kann eine Metroplastik- eine Operation, die durch eine Fehlbildung oder Fehlstellung der Gebärmutter korrigiert wurde- der Auslöser sein. Auch können Hämangiome (Blutschwämme) sowie Endometriose (Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut) Auslöser für eine Uterusruptur sein.

Uterusruptur Geburtsverletzung

Eine Uterusruptur gehört zu den schwerwiegendsten Geburtsverletzungen während der Geburt. Das Leben von Mutter und Kind ist dabei in Gefahr. Eine komplette Uterusruptur, ein Notfall und die Behandlung erfolgt durch einen Notfall-Kaiserschnitt. Das Risiko für eine Uterusruptur ist generell nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt leicht erhöht. Eine Uterusruptur geht immer mit vaginalen Blutungen einher. Mediziner unterscheiden einen kompletten und in eine inkompletten Riss. Ein Arzt kann abwägen, ob eine natürliche Geburt oder ein Kaiserschnitt als Entbindungsform in Frage kommt.

Uterusruptur nach einem Kaiserschnitt: Bei einer Uterusruptur nach einem Kaiserschnitt sollte das Kind in jedem Fall untersucht werden. Oft wird nach einer Uterusruptur ein.

Uterusruptur Behandlung

Bei einer Uterusruptur muss sofort medizinisch eingegriffen werden. Zeichnet sich der Wehensturm durch die Uterusruptur an, wird in der Regel mit Wehenhemmern gearbeitet. Auch Mittel, um den Kreislauf zu stabilisieren, kommen zum Einsatz. Wenn Anzeichen für einen Schock auftreten, kommt es auch zum Einsatz von stabilisierenden Maßnahmen. Falls die Wehen schon eingesetzt haben, wird bei einer Uterusruptur ein Not-Kaiserschnitt durchgeführt. Der Uterus wird durch die Operation wiederhergestellt. In den seltensten Fällen muss nach der Geburt eine Hysterektomie durchgeführt werden- ein Indiz dafür ist, dass die Blutungen nicht zu stillen sind. Falls ein Not-Kaiserschnitt durchgeführt wurde, wird die Gebärmutter wieder rekonstruiert- wenn das überhaupt möglich ist. Kommt es im Rahmen einer Uterusruptur zu einem Kaiserschnitt, dann muss der Kaiserschnitt mindestens 12 Monate heilen, bevor körperliche Anstrengungen möglich sind. Eine Therapie nach einem Kaiserschnitt, die von einem Arzt oder Hebamme eingeleitet wird, ist daher unerlässlich.

Uterusruptur Spätfolgen

In der Regel wird eine Uterusruptur sofort behandelt. Der Riss wird genäht, wodurch eine Narbe entsteht. Es kann vorkommen, dass die Narben noch einige Zeit zu Problemen führen. Diese Spätfolgen sollten medizinisch abgeklärt werden. Falls die Frau nach Uterusruptur nochmal schwanger werden will, sollte dies in jedem Fall mit einem Arzt abgeklärt werden.

Häufige Fragen zum Thema Uterusruptur

Was ist eine Uterusruptur?

Eine Uterusruptur ist ein seltener, aber schwerwiegender medizinischer Notfall, bei dem die Gebärmutter reißt oder bricht. Dies kann während der Schwangerschaft, der Wehen oder nach der Geburt auftreten.

Was sind die Ursachen einer Uterusruptur?

Eine Uterusruptur kann verschiedene Ursachen haben. Bei Frauen, die bereits eine vorherige Gebärmutteroperation (z. B. Kaiserschnitt) hatten, besteht ein erhöhtes Risiko. Auch überdehnte oder schwache Gebärmutterwände, übermäßige Wehenaktivität, mechanische Traumata oder eine abnormale plazenta-Implantation können eine Ruptur verursachen.

Welche Symptome treten bei einer Uterusruptur auf?

Die Symptome einer Uterusruptur können variieren, abhängig von der Schwere des Risses. Zu den häufigen Anzeichen gehören plötzliche starke Schmerzen im Bauchbereich, Blutungen, ein schneller oder abnehmender Herzschlag des Babys, Abnormitäten der Wehen oder das Ausbleiben von Wehen sowie ein nachlassendes Bauchgefühl.

Wie wird eine Uterusruptur diagnostiziert?

Eine Uterusruptur kann anhand von Symptomen, klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren wie Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) diagnostiziert werden. In akuten Notfällen kann eine sofortige laparotomische Operation notwendig sein, um den Riss zu bestätigen und die notwendige Behandlung einzuleiten.

Wie wird eine Uterusruptur behandelt?

Die Behandlung einer Uterusruptur hängt von der Schwere des Risses, dem Schwangerschaftsstatus und dem Zustand von Mutter und Kind ab. In einigen Fällen kann eine sofortige Notoperation erforderlich sein, um die Gebärmutter zu reparieren oder zu entfernen. In anderen Fällen kann eine konservative Behandlung durch Überwachung und medizinische Interventionen erfolgen.

Welche Komplikationen können bei einer Uterusruptur auftreten?

Eine Uterusruptur kann lebensbedrohlich sein, sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind. Mögliche Komplikationen sind schwere Blutungen, Schock, Sauerstoffmangel für das Baby, Organverletzungen oder Infektionen. Eine rechtzeitige Diagnose und sofortige medizinische Versorgung sind entscheidend, um Komplikationen zu minimieren.


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